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Mit 6 Saiten um die Welt

Gitarren

Mit der enormen Flexibilität der Gitarre durch alle Musikstile hindurch können sowohl der Rock- als auch der Klassikbegeisterte (und alle Fans dazwischen) ganz ihren Neigungen nachgehen. Ob mit Noten oder ohne, ob mit  Gesang oder Instrumental: Die Gitarre wird Sie in ihren Bann schlagen. Es stehen alle 3 Gitarrentypen zur Auswahl, die Konzertgitarre, die Westerngitarre und die E-Gitarre.


Die Konzertgitarre

Eine eigene Klangwelt

Die Konzertgitarre

Die Konzertgitarre ist aus meiner Erfahrung das ideale Einsteiger-Instrument in die Familie der Gitarren und in den Gitarrenunterricht. Es gibt kleinere Gitarren für Kinder (sogenannte "Viertel", "Halbe" und "Drei-Viertel-Gitarren") und Erwachsenen-Modelle mit voller Größe. Auch bei Diesen kann sich jedoch die Länge des Halses um einige Zentimenter unterscheiden ("Mensur"). Ich empfehle deshalb vor dem Kauf verschiedene Gitarren im Fachhandel ausprobieren.

Mit einer "Nylonstring-Gitarre" sind alle Stilistiken möglich. So kann vom Kinderlied bis zum Blues, vom klassischen Solostück bis zum Reggae und Jazz alles gespielt werden. Erst wenn es um speziellere Spieltechniken der Popularmusik im Rock, Blues und Jazzbereich geht kommt diese Gitarre von den Spielmöglichkeiten her an ihre Grenzen. Doch bis dahin werden Sie mit einer Konzertgitarre unendlich viel Freude haben. Manche wollen nie etwas Anderes oder kommen bei dem weiten Thema "Gitarre lernen" immer wieder auf die Konzertgitarre zurück.

Die Westerngitarre

Man kann das Lagerfeuer und die Pferde fast riechen

Die Westerngitarre

Manche Anfänger wählen für sich zielsicher die Westerngitarre aus. Die Meisten wechseln nach meiner Erfahrung ab circa ein bis zwei Gitarren-Unterrichtsjahren von der Konzertgitarre zur Westerngitarre.

Das Besondere an der "Steelstring" sind die sechs Stahlsaiten, die den Klang wesentlich verändern. Im Vergleich zur Konzertgitarre mit ihren drei stahlumsponnenen Basssaiten und drei blanken Kunststoffsaiten klingt sie "gläserner" und ein wenig lauter. Auch auf der sogenannten "Folkgitarre" lassen sich alle Stilistiken spielen. Die Hauptmusikrichtung liegt jedoch im Folk, Country, Singer-Songwriter und Akustik-Rock-Bereich. Ich habe aber auch schon klassische Stücke auf der Westerngitarre gehört, die wirklich sehr beeindruckend waren.

Auf Grund der Besaitung aus Stahl ist die Westerngitarre für Anfänger deutlich schwerer zu drücken als die Konzertgitarre, aber auch das ist zu schaffen ;-)

Die E-Gitarre

Play it loud!

Die E-Gitarre

Bei der E-Gitarre kommt zur Handhabung des Instrumentes auch der Umgang mit der Elektronik hinzu. Dies bietet den immensen Vorteil, dass eine klangliche Bandbreite zwischen jazzig-weichen Klängen und nicht mehr als Gitarre zu erkennenden Geräuschen möglich ist. Und dazwischen liegt er: Der Rock!

Manche Menschen wissen schon zu Beginn des Gitarrenunterrichtes, dass die Elektrogitarre das Instrument der Wahl ist. Dennoch empfehle ich einen Einstieg mit der Konzertgitarre, um zunächst das Erlebnis zu haben, mit den eigenen beiden Händen zu musizieren, bevor die Elektronik mit ins Spiel kommt. Zudem hat die "Stromgitarre" den Ruf, ganz besonders "lässig" sein. Zu Beginn des Instrumentalunterricht klingt es dann jedoch eine gewisse Zeit leider sehr "unlässig", bis die ersten gewünschten Töne und Akkorde herauskommen.

Eng verwandt mit der E-Gitarre ist die Halbresonanzgitarre oder halbakustische Gitarre, die besonders im Rockabilly, Country und Western, aber auch im Rock und Jazz Bereich eingesetzt wird. Sie hat einen hohlen Klangkörper, so dass sie unverstärkt zwar leise aber hörbar ist und mit Verstärker als vollwertige 
Elektrogitarre gespielt werden kann.